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Hemdkragen Guide

Hemdkragen Guide

Der Hemdkragen Guide

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Wissen Sie, wie der Button-Down entstanden ist oder woher der Haifisch-Kragen seinen Namen hat?

Werden Sie Experte in Sachen Herrenbekleidung und erfahren Sie mehr über die verschiedenen Kragenformen, welche aktuell die Wichtigsten sind, wie sie getragen werden und woher sie ihren Ursprung haben.

 

HAIFISCH
DER FORMELLE

Der Haifisch-Kragen, auch Haikragen oder Cut-Away genannt, hat seinen Namen aufgrund seiner optischen Beschaffenheit erhalten. Durch die sehr weit voneinander entfernten Kragenspitzen macht es den Anschein, als hätte ein Haifisch ein riesiges Stück Stoff abgebissen. Dank des weiten Winkels der Kragenenden (auch über 160°) bietet sich ein großer Krawattenknoten an, wie zum Beispiel der Windsor, oder je nach Anlass auch eine elegante Fliege. Der Haifisch-Kragen kommt vor allem im Business-Bereich oder in festlichen Outfits zum Einsatz.

 

KENT
DER KLASSIKER

Der Kent-Kragen ist auch bekannt als Umlege- oder Klappkragen und passt sich durch seine bekannte Form jedem Anlass und Outfit an. Die Kragenenden sind spitz und breit zulaufend, wodurch sie mit jedem Krawattenknoten Hand in Hand gehen. Der Kragen wurde nach dem Herzog von Kent benannt. Dieser war auf der Suche nach einer Kragenform, die ihn auch mit einem Windsor-Knoten nicht einengte. Die Lösung brachte schließlich der heute unter seinem Namen bekannte Kent-Kragen.

 

NEW-KENT
DER VIELSEITIGE

Der New-Kent-Kragen ist eine Mischung aus dem klassischen Kent-Kragen und dem eleganten Haifisch-Kragen. Er läuft weniger spitz zu als der Kent-Kragen und ist nicht ganz so breit geschnitten wie der Haifisch-Kragen. Dadurch lässt er sich noch vielseitiger einsetzen und sorgt auch im klassischen Bereich für modische Eleganz. Vor allem bei der jüngeren Zielgruppe gewinnt der New-Kent-Kragen durch seine schnittige Form und die Vielseitigkeit an Beliebtheit.

 

BUTTON-DOWN
DER ENTSPANNTE

Der sportive Button-Down ist bekannt für seine Knöpfe am Kragenende. Diese Form hat sich aus dem Polosport heraus entwickelt: Britische Polospieler befestigten ihre Krägen mit einem Knopf, da die Kragenspitzen beim Reiten immer störend flatterten. Bis in die 1950er Jahre hinein wurde der Button-Down nur bei Sporthemden eingesetzt. Mittlerweile findet sich dieser auch an normalen Freizeithemden und wird demnach nicht mit Krawatte oder zu festlichen Anlässen getragen.

 

UNDER-BUTTON-DOWN
DER GEHEIMNISVOLLE

Wie beim klassischen Button Down werden die Kragenspitzen auf dem Hemd fixiert. Die Knöpfe bleiben aber unterhalb des Hemds verborgen, sodass sich der Kragen dezent an das Hemd anschmiegt. Diese Kragenform lässt sich ideal ohne Krawatte und mit offenem Kragenknopf tragen.

 

KLÄPPCHEN
DER KULTIVIERTE

Der elegante, auch "Vatermörder" genannte, Kragen für den festlichen Anzug, Frack oder Smoking. Er wird ausschließlich mit Fliege getragen. Die Spitzen der Kragenenden sind nach unten geklappt und werden von der Schleife verdeckt.

 

TAB
DER EXTRAVAGANTE

Der Tabkragen wird immer in Verbindung mit einer Krawatte getragen. Der Kragen wird durch einen zusätzlichen Stoffriegel mit Druckknopf unter dem Krawattenknoten fixiert. Dadurch wird der Knoten nicht verrückt und elegant hervorgehoben. In seiner übrigen Erscheinung ähnelt der Tab dem Kent-Kragen.

 

Foto: © jufo - fotolia.com